Eigentlich wollte ich die Tage zu einem Artikel zur Social Media Nutzung von Banken und Versicherungen recherchieren. Bei den ersten Gesprächen war aber immer wieder sehr schnell das Thema Datenschutz, insbesondere bei Facebook, im Fokus. So dass ich dieses zunächst vorgezogen habe. Eine Fanpage in Facebook wird derzeit von einigen meiner Ansprechpartner bei Banken und Versicherungen aufgrund der unklaren rechtlichen Situation in Hniblick auf den Datenschutz schlichtweg abgelehnt. Bestand von Anfang an oft schon eine gehörige Skepsis zum Sinn von Facebook, so kommt die Datenschutzproblematik nun noch on top.
Bei der 82. Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder am 28./29. September 2011 in München stellten die Teilnehmer mit Blick u.a. auf Facebook und Google+ klar, dass: "sich die Anbieter solcher Plattformen, die auf den europäischen Markt zielen, auch dann an europäische Datenschutzstandards halten müssen, wenn sie ihren Sitz außerhalb Europas haben."
Darüber hinaus sahen sie es als gegeben an, dass die genannten Plattformen durch die Nutzung von Social Plugins, wie dem Gefällt-mir-Button auf Internetseiten den gültigen Datenschutzrichtlinien widersprechen. "...die direkte Einbindung von Social-Plugins beispielsweise von Facebook, Google+, Twitter und anderen Plattformbetreibern in die Webseiten deutscher Anbieter ohne hinreichende Information der Internet-Nutzenden und ohne Einräumung eines Wahlrechtes nicht mit deutschen und europäischen Datenschutzstandards in Einklang steht."